Coaching

Wie funktioniert das und was habe ich davon?

Mind-Set veraendern durch agiles Coaching

Der Coaching-Prozess

Grundsätzlich lassen sich mit Coaching persönliche Defizite verringern oder vorhandene Potentiale weiterentwickeln.

Dabei gibt es für mich drei wesentliche Schritte:

  1. Klärung
  2. Befreiung
  3. Verwirklichung
  1. Klärung

Am Anfang eines Coachingprozesses erlebe ich bei Coachees meist sehr viel Verwirrung und Verunsicherung. Sie erleben sich selbst in bestimmten Situationen auf eine Art und Weise, die sie nicht gut finden, die sie belastet oder die sie behindert. Meist haben sie schon auf andere Weise versucht, hier etwas zu verändern. Bisher aber ohne Erfolg. Oft formulieren sie dann Erwartungen und Ziele für das Coaching, die sie gar nicht selbst erfüllen können oder wollen. Manch einer hält seine Ziele auch absichtlich schwammig, damit sie die zugrundliegenden Themen eher verhüllen, statt sie sichtbar zu machen.

Diese erste Phase der Klärung ist enorm wichtig. Sie braucht ausreichend Zeit und Tiefgang. Als Coach unterstütze ich hier vor allem mit Fragen und Beobachtungen. Wenn möglich sind wir dabei auch körperlich in Bewegung, indem wir einen Spaziergang machen oder im Kreis gehen. Für viele Menschen ist das hilfreich beim Denken.

  1. Befreiung durch Entscheidungen

Die Klärungsphase führt nicht unbedingt immer zu nur einem Thema. Oft werden Muster und Zusammenhänge sichtbar, die vorher nur verschwommen oder als Problemknoten wahrgenommen wurden. Als nächsten Schritt trifft der Coachee die Entscheidung, was er im Coachingprozess verwirklichen will. Damit eröffnet er sich eine neue Welt. Er befreit sich. Neue Perspektiven und Chancen werden sichtbar, aber auch Hindernisse und Herausforderungen. Der Coachee hat entschieden, dass er sich verändern will und wohin. Er hat sich auf den Weg gemacht. Er hat einen Fokus gesetzt.

Durch einen Zielsatz definiert der Coachee den Rahmen für den folgenden Coachingprozess.  Ich habe schon Menschen erlebt, die brauchten drei Sitzungen, bis dieser Satz ausreichend spezifisch, messbar, attraktiv und realistisch am Flipchart stand. Ich hatte aber auch schon den Fall, dass ein Coachee sich anschließend herzlich bedankte und das Coaching damit auch schon beendet war. Er hatte alles erreicht, was er brauchte: Klärung und Entscheidung.

Als Coach dient mir dieser Zielsatz zur Orientierung für den gesamten Prozess. Am Ende entscheidet der Coachee, inwieweit er dieses Ziel erreicht hat. In einer Zwischenauswertung nach etwa fünf Sitzungen überprüfen wir, ob das Ziel noch stimmt, oder ob wir nachjustieren müssen. Der Zielsatz ist für mich als Coach aber immer auch ein Interventionsmittel während des ganzen Prozesses.

  1. Verwirklichung

Es nützt die klarste Klarheit und die beste Entscheidung nichts, wenn die Mittel zur Umsetzung fehlen. Das Erarbeiten dieser Selbstwirksamkeit ist immer individuell. Als Außenstehender kann ich möglicherweise Anhaltspunkte für Blockaden sehen, die dem Coachee verwehrt sind. Mit Fragen, Perspektivenwechseln und Übungen kann der Coachee seine Wahrnehmung, seine Interpretationsmuster oder seine Glaubenssätze entdecken und verändern. Er kann überprüfen und austesten – und sich letztendlich dahin verändern, wo er hinwollte.

Als Coach muss ich dabei immer im Hinterkopf behalten, dass jeder Mensch seine eigene Sichtweise und Wirklichkeit hat. Im Coaching spricht man da gerne von unterschiedlichen „Landkarten“. Da ich nur meine kenne, weiß ich nicht, ob meine Ideen auch für die jeweils andere „Landkarte“ passen. Deshalb arbeite ich mit Angeboten, Hypothesen, Impulsen und Anregungen, statt mit Rezepten, Informationen, Zuschreibungen und Anweisungen. Wir machen uns zusammen auf eine Entdeckungstour, bei der ich erst einmal auch nicht mehr weiß als mein Gegenüber. Aber ich habe Erfahrung mit Entdeckungstouren, die zum Ziel führen.

Der äußere Rahmen

Coachingprozesse brauchen gegenseitiges Vertrauen und den Willen zur Selbstveränderung des Coachees. Das funktioniert nach meiner Erfahrung nur im direkten Dialog zwischen Coach und Coachee. Deshalb lehne ich für meine Coachings sogenannte „Dreiecksaufträge“ ab, bei denen ein Arbeitgeber oder Vorgesetzter das Ziel des Coachings vorgibt. Es können Wünsche und Erwartungen formuliert werden, aber die Entscheidung für das Ziel des Prozesses trifft alleine der Coachee.

Vertrauen braucht auch Vertraulichkeit. Deshalb gibt es für Coaches eine freiwillige Schweigepflicht. Das gilt auch gegenüber eventuellen Auftraggebern. Beauftragende Unternehmen bekommen nur Informationen über den Status des Prozesses. Das Ergebnis erleben sie ja dann selbst.

Vertrauen braucht aber auch Entscheidungsfreiheit. Der Coachee kann, innerhalb bestimmter Rahmenvereinbarungen, den Prozess jederzeit beenden, wenn er das will. Und es ist natürlich immer seine Entscheidung, wie er sich auf Interventionen und Angebote des Coaches einlässt. Dafür muss er dann auch den Weg der Veränderung selbst gehen. Coaching ist immer nur Hilfe zur Selbsthilfe.

Es geht immer darum

  • zu klären, was der Coachee erreichen will,
  • wie er seine Freiheit zum Handeln zurückbekommt
  • und wie er seine Ziele verwirklichen kann.

Coaches können weder heilen noch zaubern. Sie helfen dabei, sich selbst weiterzuentwickeln.

 

 

 

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